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Biogasanlage Linne


Isabel und Dirk Westrup

Wir haben unsere Biogasanlage vor knapp einem Jahr in Betrieb genommen und heute beschreibe ich gerne, weshalb es eine gute und richtige Entscheidung war, mit BioConstruct zu planen und zu bauen.  

Zunächst einmal fiel uns auf, wie flexibel die Mitarbeiter von BioConstruct schon bei der Angebotserstellung – und auch später bei der Abwicklung – auf unsere Wünsche reagierten. Wir wollten und bekamen einen guten Kompromiss zwischen „ausgereiftem Serienprodukt“ (bloß keine Experimentieranlage!) und einer unseren besonderen Gegebenheiten angepassten „Individuallösung“. Dabei wurde viel Wert auf den Einsatz von Komponenten gelegt, die die Betriebssicherheit und damit die Verfügbarkeit der Anlage erhöhen. Unnötiger technischer Firlefanz wurde aber weggelassen. Oder anders gesagt: BioConstruct hat hochwertige Komponenten sinnvoll miteinander kombiniert.  

Ergebnis dieser maßgeschneiderten Planung „mit Verstand“ ist eine sehr hohe Volllaststundenverfügbarkeit. Die Biogasanlage läuft bisher sehr wartungsarm und ist sehr wenig störanfällig. Durch die angepasste Automatisation sparen wir sehr viel Arbeitszeit. Im Durchschnitt arbeiten wir vielleicht eine gute Stunde täglich auf der Anlage. Und dabei werden wir von BioConstruct auch noch technisch und biologisch gut betreut. 

Zusammenfassend kann ich sagen: es gab „günstigere“ Angebote, aber wir wollten nicht am falschen Ende sparen. Schließlich kommt es nicht darauf an, wie viel die Biogasanlage kostet, sondern was uns am Ende der Laufzeit die produzierte Kilowattstunde gekostet hat. Und da liegen wir hervorragend im Rennen! 

Dirk Westrup
Linne, den 05. August 2010

 
Das freut uns Herr Westrup, so soll es sein! 

Die besonderen Gegebenheiten bestehen in Linne vor allem darin, dass sehr hohe Güllemengen vergoren werden. Die Gülle von ca. 500 Kühen macht etwa 90% der Inputstoffe aus. Daneben kommen Mist, Futterreste, Grünroggen und Grassilage zum Einsatz. Circa 75% des Gasertrages kommen nur aus Gülle und Mist, aus Substraten also, die sowieso im Betrieb anfallen.

Wir haben die Stallungen substrattechnisch angebunden, so dass die Biogasanlage  nahezu vollautomatisch mit 50-60 m³ Gülle täglich beschickt wird.

So reduzieren wir klimaschädliche Methanemissionen und holen stattdessen die Energie aus der Gülle heraus. Nach der Vergärung werden die Gärreste als hochwertiger Dünger auf den Acker verbracht und der Betrieb spart auf diese Weise den Mineraldünger ein. Familie Westrup erzeugt mit der Biogasanlage Linne somit klimafreundlich und nachhaltig Energie, ohne dass Substratkosten entstehen und ohne dass der Druck auf die Flächen erhöht wird.  

Kein Wunder, dass die kleine Isabel ihren Papa ziemlich clever findet, oder? 

Inputtägl. Menge
Rindergülle50-60m³
Futterreste800-1.000 kg
Grünroggen oder Grassilage1.000 kg
Mist1.500 kg
Ort: Bissendorf / Seit: 2009 / Leistung: 2 x 190 kW

substrattechnische Anbindung der Stallanlagen, die Biogasanlage wird fast ausschließlich mit Gülle betrieben, Erweiterung in 2012 von 190 auf 380 kW