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„Klimakatastrophe und Corona-Pandemie nicht gegeneinander ausspielen!“

BioConstruct fordert Sicherstellung grüner Investitionen – Maßnahmen in der Corona-Krise schnell und konsequent umgesetzt

Die BioConstruct GmbH fürchtet langfristige Folgen für die Erneuerbaren Energien durch die Corona-Pandemie. Vor allem dann, wenn wichtige Investitionen zur Verbesserung des Klimas zurückgestellt würden, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu mildern. „Wir erleben es hautnah, dass viele Erneuerbare-Energie-Projekte verschoben werden, weil der Fokus auf Maßnahmen zur Eindämmung des Virus liegt“, erklärt Geschäftsführer Henrik Borgmeyer. Die Corona-Pandemie könnte damit als Spätfolge die Klimakrise weiter verschlimmern. Um das zu verhindern, plädiert Borgmeyer dafür, die finanzielle Förderung zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen wo immer möglich auch an Nachhaltigkeit zu koppeln. Als führender Anbieter für die Planung und den Bau schlüsselfertiger Biogas-, Windenergie- und Photovoltaikprojekten in Europa unterstützt BioConstruct diesbezüglich die Forderung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) und zahlreicher Umweltverbände. Diese fordern, dass die milliardenschweren Corona-Konjunkturhilfen insbesondere das Thema Klimawandel berücksichtigen. „Wir dürfen die Klimakatastrophe und die Corona-Pandemie nicht gegeneinander ausspielen! Beide bedrohen Menschenleben und müssen gleichermaßen bekämpft werden“, so Borgmeyer. BioConstruct hat indes frühzeitig mit einem weitreichenden Maßnahmen-Paket auf die Corona-Folgen reagiert und setzt aktuelle Maßnahmen wie Hygienepläne konsequent um, um Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen zu schützen.

Energiewende könnte ins Stocken geraten

Das Argument, die Förderung der angeblich teuren und unwirtschaftlichen Erneuerbaren Energien solle in der Krise hintenangestellt werden, lässt der Geschäftsführer nicht gelten. Das geht schlichtweg an der Realität vorbei: Bereits jetzt sind Windkraft und Solarenergie im Preis günstiger als alle übrigen Energieformen. Biogas leistet darüber hinaus einen großen Beitrag zur Energiewende, weil die Anlagen auch dann Strom und Wärme liefern, wenn Sonne und Wind Pause haben. Umso unverständlicher ist für Borgmeyer unter anderem, dass aus dem Wirtschaftsflügel der CDU bereits jetzt Ideen kommen, die Fördermaßnahmen für die Energiewende mittelfristig hintenanzustellen. Viele Projekte könnten so ins Stocken geraten und die durch die Krise ohnehin gebeutelte Branche weiter schwächen: „Ich sehe die Gefahr, dass nach der Corona-Krise nicht mehr genügend Mittel für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft in Europa zur Verfügung stehen.“

BioConstruct antwortete früh auf Corona-Folgen

In Großbritannien, dem wichtigsten Markt des Unternehmens, stehen häufig Infrastrukturfonds und Finanzinvestoren hinter den Investitionen in neue Anlagen. Aktuell herrscht in diesen Ländern Stillstand beim Bau neuer Anlagen. Die Frage, wie die Fonds nach der Krise ausgestattet sein werden und wie es nach dem Restart weitergeht, kann aktuell niemand wirklich beantworten. Diese Unsicherheit könnte zu einem großen Problem für den europaweiten Ausbau werden.

Die in Bologna ansässige Tochtergesellschaft BioConstruct Italia s.r.l. betreut die italienischen Anlagen im Land seit Anfang März aus dem Homeoffice oder unter strenger Einhaltung hochsensibler Hygienemaßnahmen vor Ort. Auch am Standort Melle hat das Unternehmen schnell reagiert und erforderliche Maßnahmen ergriffen: hier wurden ebenfalls Homeoffice und Kurzarbeitsregelungen sowie umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene eingeführt. Dazu zählen, dass unter anderem Arbeiten im Büro getrennt ausgeführt werden und die Mitarbeiter bei dringend erforderlichen Reparaturen von Anlagen mit mehreren Personen unbedingt Schutzmasken tragen.

Nachhaltige Investitionen jetzt gezielt europaweit fördern

BioConstruct ist für die Zeit nach der Corona-Krise gut aufgestellt und hofft, schon bald wieder in möglichst großem Umfang starten zu können. Die Arbeit kann jedoch nur dann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, wenn die Politik europaweit gesicherte Richtlinien für die Zukunft der Erneuerbaren Energien festlegt. Aktuell droht sich die diesbezügliche Hoffnung der Branche in den geplanten Green Deal der EU eher zu zerschlagen. Denn die EU-Kommission hat bereits zahlreiche Projekte des grünen Investitionsprogramms auf Eis gelegt. Für Borgmeyer wird dadurch eine einmalige Möglichkeit verpasst: „Wir haben jetzt die Chance, durch die Krise nötig gewordene wirtschaftliche Hilfen und die Energiewende miteinander zu verbinden – durch gezielte Förderung nachhaltiger Projekte!“ Zudem gebe es hierzulande noch immer zu viele unsinnige Regeln, die die Energiewende bremsen. So müsse die Abstandregelung beim Thema Windkraft vom Tisch, da nur Schattenschlag, optische Bedrängung und Lärm wirklich valide Kriterien für den Schutz von Menschen seien. Auch der Solardeckel muss fallen, er bremst die Zukunft bei Photovoltaik. „Wir erleben beim Thema medizinische Schutzausrüstung gerade schmerzlich, was es heißt, auf Importe angewiesen zu sein. Daraus können wir lernen und unsere Energieversorgung unabhängig von importiertem Öl und Gas selbst zu produzieren“, setzt sich Borgmeyer für den Energiemarkt in Europa ein. „Das ist sowohl besser fürs Klima, als auch für die heimische Wirtschaft.“