Unser Kollege Henrik Busch arbeitet seit Ende 2021 bei bioconstruct. Sein Weg zu uns führte über einige Umwege, passierte jedoch nicht ganz ohne Grund.

Henrik, was machst du bei bioconstruct, in welcher Abteilung bist du tätig?

Ich bin Abteilungsleiter für unsere Eigenbetriebe. Insgesamt ist bioconstruct an 18 Biogasanlagen und einer PV Anlage mehr oder weniger beteiligt. Wir stellen für die größten sechs Anlagen die Anlagen- und Betriebsführer und betreuen die anderen Anlagen in der technischen und kaufmännischen Betriebsführung. Da fallen sehr viele unterschiedliche Tätigkeiten an und wir haben mit unserem Team in Melle ein starkes Rückgrat, was Anlaufstelle für viele Themenkomplex ist.

Ich habe gehört, dass du ursprünglich nicht aus der Branche der Erneuerbaren Energien kommst, was hast du denn vorher gemacht?

Das stimmt, ich bin gelernter Zimmerer und habe dementsprechend meinen Weg in der Baubranche begonnen. Über das BauIng.-Studium und die Tätigkeit als solcher in Süddeutschland und dem anschließenden Zweitstudium zum Wirtschaftsingenieur bin ich ins Beteiligungscontrolling gekommen. Im Beteiligungsportfolio, welches ich mit betreuen durfte, waren unterschiedliche Branchen vertreten – vom Industrieunternehmen über ein Softwareunternehmen bis hin zu Start-ups, die wir von Anbeginn begleiten konnten.

Das klingt nach einem spannenden und vielfältigem Aufgabenumfeld. Bist Du bei den Beteiligungen auch tiefer eingestiegen oder ist es immer beim Controlling geblieben?

Da ich mich für Technik und Produktion immer schon interessierte (Ingenieur halt), war ich schnell bei einem Industrieunternehmen in Bonn tiefer verankert. Darüber hinaus bekam ich 2015 die Möglichkeit, mich einem Start-Up-Unternehmen anzuschließen, das eine App für zunächst seheingeschränkte und Bilde entwickelt hat. Mittels der App für Smartphones konnten sich diese Menschen selbstbestimmt in Gebäuden bewegen und es wurden Informationen zugänglich, die zuvor nicht verfügbar waren. Aber schnell war klar, dass wir mit der App auch andere Menschen mit Einschränkungen helfen konnten – bis hin zu Menschen ohne Einschränkungen. Wer kennt es nicht: Ich möchte in eine Shopping Mall den schnellsten und direkten Weg zum nächsten Laden oder der Toilette haben – mit der App war das kein Problem und auch innerhalb von Gebäuden, Parks oder ähnlichem möglich. Eine App für alle eben.

Das hört sich nach einer tollen Tätigkeit an! Trotzdem nicht deine letzte Station, sonst würden wir uns nicht unterhalten 😉

Tatsächlich war das wirklich eine sinnvolle und interessante Tätigkeit und ein tolles Produkt! Der Haken war allerdings, dass ich für meine Arbeit zwischen meinem Wohnort hier in der Nähe und Berlin pendeln musste, was mir irgendwann zu anstrengend wurde. Also sollte es wieder zurück in die Heimat gehen und eine neue Stelle musste her.

Die hast du dann wo gefunden?

Bei einem Unternehmen hier in der Region, das als Zulieferer für die Automotive-Industrie tätig ist. Dort wurden u.a. Plastik-Wegwerfteile für die Auslieferung von Neuwagen angefertigt.

Klingt nach etwas ganz anderem als vorher. Wie hat dir die Arbeit dort gefallen?

Im Unternehmen hat es schon gepasst, allerdings hat mich gestört, dass das Produkt wenig wertvoll und so gar nicht nachhaltig war.

Also wolltest du dich wieder verändern?

Zumindest hatte ich das Gefühl, dass ich etwas Sinnvolleres tun sollte. Da ich generell schon immer an den Themen Erneuerbare Energien und Landwirtschaft interessiert war, kam es mir dann gerade recht, dass ich durch eine Bekannte, die ich durch den Hundesport kenne, auf bioconstruct aufmerksam geworden bin.

So bist du also zu uns gekommen?

Genau! Auch, wenn ich bisher keine Erfahrungen in der Branche hatte, wollte ich gerne die neue Herausforderung annehmen. Und bioconstruct hat mir dann die Chance gegeben, als Quereinsteiger in dieses Arbeitsfeld einzutauchen.

Ist es dir schwergefallen, dich einzuarbeiten?

Für mich war die Voraussetzung, dass ich auf mindestens zwei Anlagen ein längerfristiges Praktikum absolviere, um einen deep dive in die Materie und die Arbeiten auf den Anlagen habe. Dies haben wir auch so Ende 2021 / Anfang 2022 in Vahldorf und Redefin umgesetzt. Sicher war es am Anfang sehr viel neuer Input, aber durch die Nähe zu den Anlagen und dem Input der vielen sehr erfahrenen Kollegen bin ich schnell hinein gekommen

Das hört sich gut an! Ist es denn die sinnvolle Arbeit, nach der du gesucht hast?

Erneuerbare Energien sind in der heutigen Zeit ein wichtiger Faktor und Baustein in der Energiewende. Mit unserer Arbeit können wir nicht nur den Menschen grüne Energie zur Verfügung stellen, sondern auch Teil einer Kreislaufwirtschaft sein. Wir verwerten Abfälle, die sonst keinen oder wenig weiteren Nutzen hätten und führen die Reststoffe, die in den Anlagen anfallen, wieder auf die Felder der Landwirte zurück, die Nachwachsende Rohstoffe anbauen – das nenne ich tatsächlich sehr sinnvoll!

Das finden wir auch! Vielen Dank und weiter alles Gute Henrik!